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Maria Steinparz

Wann genau der Gnadenort Maria Steinparz entstand lässt sich heute nicht mehr feststellen. Zum Bau der ersten Kapelle veranlassten nicht Erscheinungen oder Wunderberichte sondern die vorhandene Stille und die Abgeschiedenheit. Zur Steigerung der Bekanntheit trugen jedoch sicherlich verschiedenste Gebetserhörungen bei.

Im Innenraum des Gotteshauses findet sich ein vergoldeter neugotische Hochalter des Bildhauers Kapplinger aus Ottensheim. Die Mitte bildet auf grobe Leinwand gemalte Marienbild mit Kind.

Die Wallfahrtskirche wurde 2007 außen renoviert. Die Bevölkerung feierte den Bauabschluss in Form eines Festgottesdienstes, der von Prälat Josef Wansch und Pfarrer Mag. Zenon Pajak zelebriert wurde. Dass dieses beliebte Wallfahrtsziel in einem neuen Kleid erstrahlen kann, ist der Zusammenarbeit vieler Menschen zu verdanken.

Geschichte:
Bereits lange vor der Errichtung einer Wallfahrtskirche wurde mitten im Wald eine Bildbuche verehrt, die von den Gläubigen gerne aufgesucht wurde. Wann genau der Gnadenort entstanden ist, lässt sich heute nicht mehr feststellen. Anlass zum Bau der ersten Kapelle um ca. 1850 waren keine Erscheinungen oder Wunderberichte, sondern vielmehr die vorhandene Stille der Abgeschiedenheit.Verschiedene Gebetserhörungen trugen aber sehr zur Bekanntheit bei, sodass das Gotteshaus immer wieder erweitert wer­den musste.

Bereits 1857 verpflichtete sich die Gemeinde Anzendorf-Schallaburg Steinparz zur Errichtung und Erhaltung einer neuen Kapelle. Ein Jahr später erfolgte die Weihe der ersten Glocke. Am 2. April 1859 wurde der neue Kreuzweg gesegnet. 1870 entschloss man sich zur Errichtung eines sechseckigen Turmes, der gemeinsam mit der zweiten Kirchenglocke geweiht wurde. Die Segnung der dritten Glocke erfolgte nur ein Jahr später. 1874 wurde die Erlaubnis zur Feier der Heiligen Messe an sechs Gedenktagen erteilt. 1878 wurde die Rosaliagrotte am Abhang eingebaut und die Sandsteinstatue des Bildhauers Westreiter aus Linz geweiht.

Äußeres:
An die neugotische Kirche mit Satteldach, die durch Streberpfeiler mit Pultdächern und spitzbogige Fenster geglie­dert ist, schließt die Rosaliagrotte an (1878). Die Sakristei wurde 1908 angefügt. Der Turm über der Rosaliagrotte (1897) trägt einen sechseitigen geknickten Spitzhelm, der 1977 neu einge­deckt wurde.

Innenraum:
Das Innere des Gottes­hauses weist ein Kreuzgewölbe auf. Der vergoldete neugotische Hochaltar der Wallfahrtskirche ist ein Werk des Bildhauers Kapplinger aus Ottensheim (1882). Die Mitte bildet das auf grober Leinwand gemalte Marienbild mit Kind. Ein Werk volkstümlicher Frömmigkeit, doch die Marien-Wallfahrer erblick­ten durch das Bild hindurch die „Maria Steinparzer Muttergottes“, wie in einer Ikone und vertrauten ihr all ihre Sorgen an. Gestärkt und getröstet gingen sie heim, und an vielen Gläubigen erwies die Gottesmutter ihre erhörende Wunderkraft.Flankiert wird das Gnadenbild vom Hl. Laurentius, dem Pfarrpatron von Loosdorf. Der Kreuzweg stammt aus dem Jahr 1859. In der Rosaliagrotte befindet sich eine Sandsteinstatue der heiligen (1878), die zu den Schöpfungen des Bildhauers Westreiter aus Linz zählt. 1998 erhielt die Kirche eine neue Sakralorgel mit modernem Digitalwerk.

Eine wahre Geschichte:
1897 wurde der neue Turm über der Rosaliagrotte erbaut, 1904 geweiht. Damit verlor der "alte" Turm seine Funktion, wurde abgetragen und an seiner Stelle die Sakristei gebaut. Das Turmkreuz wurde auf einem Dachboden verwahrt und lange Zeit wusste niemand mehr, wo es hingekommen war. Der Aufmerksamkeit unseres Kirchenwirtes Hubert Kraus ist es zu verdanken, dass es wieder zurückerworben werden konnte. Jetzt steht es renoviert in der Kirche (Pfeiler zwischen Altarraum und Kirchenschiff) als Erinnerung an das geschichtliche Werden.

Etwa dreißig Wallfahrergruppen besuchen alljährlich Maria Steinparz. Aber auch sehr viele Familien und unzählige Einzelpilger lieben diesen ruhigen Wallfahrtsort. Auch Gebetserhörungen werden immer wieder gemeldet. Der 1897 über der Rosaliagrotte hochgezogene Turm wurde 1904 geweiht. 1882 erhielt das Gotteshaus seinen heutigen Altar. Anstelle des kleinen sechseckigen Turmes entstand 1908 die Sakristei. Im selben Jahr wurden der Sängerchor die steinerne Turmstiege geschaffen. Nachdem 1916 die beiden größeren Glocken für Kriegszwecke abgeliefert worden waren, wurden 1931 zwei neue angeschafft, die jedoch im Zweiten Weltkrieg erneut verloren gingen. 1951 erfolgte eine Gesamtrenovierung der Wallfahrtskirche. Das hundertjährige Jubiläum des Sakralbaus feierte man 1957. 1971 erfolgte abermals eine Gesamtrenovierung. 1972 folgte eine Turmrenovierung und die Sanierung des Innenraumes. Fünf Jahre später wurden das Kirchendach und der Altar restauriert, 1987 die Fenster. 1993 fand die Weihe der neuen Glocke statt.

Renovierung:
Die Wallfahrtskirche wurde 2007 Außenrenoviert. Die Bevölkerung feierte den Bauabschluss in Form eines Festgottesdienstes, zelebriert von Pärlat Josef Wansch und Pfarrer Mag. Zenon Pajak. Dass dieses beliebte Wallfahrtsziel ein einem neuen Kleid erstrahlen kann, ist der Zusammenarbeit vieler Menschen zu verdanken. Da die Pfarre Loosdorf allein finanziell überfordert gewesen wäre (immerhin kostete die Renovierung an die 300.000 €), förterten das Land Niederösterreich und der Diözese St. Pölten dieses Projekt zu je einem Drittel, den immer noch beachtlichen "Rest" brachten die Pfarre und die beiden Gemeinden Schollach und Loosdorf auf. Nicht unerwähnt bleiben sollen die Spenden der Bevölkerung und die Mithilfe zahlreicher Freiwilliger, die viele Stunden geopfert haben. Auch die großzügigen Wallfahrer haben großen Anteil am Gelingen dieses Werkes. Pfarrer Zenon Pajak wurde bei der organisatorischen Arbeit besonders unterstützt vom Schollacher Bürgermeister Norbert Gleiss, in dessen Gemeinde die Wallfahrtskirche steht. Ein ganz großes Dankeschön gebührt aber dem "Motor" der ganzen Renovierung, Hubert Kraus mit seiner Familie, der sich schließlich das ganze Jahr um die Kirche kümmert und der beim Abschlussgottesdienst ebenso strahlte wie die renovierte Kirche!

Quellen:

Bildhauer Kapplinger aus Ottensheim